Berufsorientierung spielt an der St. Stephanus-Realschule plus Nachtsheim eine wichtige Rolle. Auch im Schuljahr 2026/2027 nimmt die Berufsreifeklasse am verpflichtenden Praxistag teil. Zur Vorbereitung fanden vom 17. bis 19.08.2026 außerschulische Projekttage im Pfarrsaal Nachtsheim sowie in regionalen Betrieben statt. Auch Verbandsbürgermeister Timo Kanzinger informierte sich vor Ort über das Projekt.
Beim Praxistag arbeiten die Jugendlichen ein Schuljahr lang einmal wöchentlich dienstags in einem Wunschbetrieb. So sammeln sie frühzeitig praktische Erfahrungen und lernen die Arbeitswelt kennen.
Zur Vorbereitung standen zunächst zwei intensive Projekttage im Pfarrhaus an. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Kommunikation, richtigem Verhalten im Praktikum und dem Umgang mit Konflikten. Zudem bereiteten sie sich auf anstehende Betriebsbesichtigungen vor und erarbeiteten eigene Fragen zu Arbeitsplätzen und Anforderungen.
Am 19. August folgte der praktische Teil: Sechs Jugendliche besuchten die Caritas-Werkstätten, sechs weitere erhielten Einblicke bei Brohl Wellpappe in Mayen. Das Projekt wurde von den Barmherzigen Brüdern Saffig unter der Leitung von Achim Hopfenmüller durchgeführt, der die Jugendlichen seit Jahren auf den Übergang in den Beruf vorbereitet. Insgesamt nahmen eine Schülerin und elf Schüler teil.
Der Praxistag ermöglicht es, diese Erkenntnisse langfristig zu nutzen. Die Jugendlichen suchen sich ihre Plätze selbstständig und nutzen dafür auch Kontakte aus dem Praktikum der 8. Klasse. Der Betrieb muss Ausbildungsberufe für die Berufsreife anbieten. Bei Bedarf unterstützt die Schule bei der Suche.
Ziel ist es, die Berufsfindung zu erleichtern und die Ausbildungsfähigkeit zu stärken. Durch die regelmäßige Mitarbeit werden soziale und fachliche Kompetenzen gefördert. Die Schüler prüfen, ob Wunschberufe der Realität entsprechen. Im Idealfall entsteht daraus eine Perspektive für eine spätere Ausbildung.
Die Praxistagkoordinatorin Jutta Schmitt begleitet die Jugendlichen durch regelmäßige Betriebsbesuche. Ergänzt wird das Programm durch ein Bewerbungsprojekt, Halbzeitgespräche mit Berufsberaterin Jutta Hildebrand (Bundesagentur für Arbeit) und Übergangscoach Gerd Gorges (Internationaler Bund).
„Mit dem Praxistag schaffen wir eine wichtige Verbindung zur Arbeitswelt und unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler dabei, frühzeitig Perspektiven zu entwickeln“, betont Schulleiter Michael Walo.


